05. März 2021

Haben Hunde Emotionen und sind sie mit den Menschlichen vergleichbar? Eine triviale Antwort wäre: Ja! Aber Wissenschaftler sind immer ein bisschen unsicher…
Für einen Besitzer genügt, was er oder sie mit eigenen Augen sieht oder sehen möchte. Für viele gibt es keinen Zweifel, dass der Hund sich freut, wenn der Besitzer oder die Besitzerin nach Hause kommt. Aber warum zeigt er dann so viele Signale der Unterwerfung? Also freut sich auch ein Wolf, der sich in ähnlicher Weise dem Ranghöheren nähert? Und fühlt der Hund Ekel, wenn man es an seinem Gesicht überhaupt nicht sehen kann?
In dieser Hinsicht ist auch die Hundefachwelt geteilter Meinung. Wenn auch Hunde Emotionen haben, wie z. B. Freude, Ekel oder Trauer, sind sie dann den entsprechenden menschlichen Emotionen ähnlich? Und wie könnte man dafür Beweise sammeln? Die Wissenschaft beruht auf dem Sammeln von Fakten, und manchmal kann es passieren, dass diese Fakten unseren direkten Erfahrungen widersprechen. Als Beispiel werden unter anderem neue Daten von Eifersucht besprochen.
Können Hunde menschliche Emotionen verstehen? Natürlich ja, würden viele schnell antworten. Aber lesen Hunde unser Gesicht wie ein anderer Mensch - obwohl sie eine ziemlich schlechte Sehschärfe haben? Hunde scheinen oft Neid zu zeigen, aber verstehen sie auch menschlichen Neid?
Die Forschung über Emotionen im Hund hat erst begonnen. Dabei gibt es mehr Fragen als Antworten und während der wissenschaftlichen Arbeit stellte sich heraus, wie schwer es dem Hund und auch dem Menschen fällt, wahre Emotionen dann zu zeigen, wenn sich da auch noch Ethologen einmischen. Im Vortrag werden die neuesten Methoden, wie z. B. die funktionelle Magnetresonanztomographie erläutert, mit deren Hilfe die Wissenschaftler über die emotionalen Prozesse im Hund lernen wollen.
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